Verein
Geschichte von Hannover 96
Der Hannoversche Fußball-Club von 1896 (später Hannover 96) wurde am 12. April 1896 gegründet. Jedoch spielte man erst ab 1899 den damals immer beliebter werdenden Fußball. Bis dato wurde ausschließlich Rugby gespielt.
Im Jahre 1913 kam es zu einer Fusion zwischen dem Hannoverschen Fußball-Club von 1896 und dem BV Hannovera 1898. So kam es zum Hannoverschen Sportverein von 1896. Die hannoversche Radrennbahn war bis zum ihrem Abriss 1959 der Austragungsort des Vereins.
Als erster hauptberuflicher Trainer für Hannover 96 wurde Robert Fuchs im Jahre 1932 eingesetzt.
Hannover 96 gelang es im deutschen Meisterschaftsturnier 1938 erstmalig den Titel „Deutscher Fußballmeister“ zu beziehen. Nachdem die Mannschaft im Halbfinale gegen den Hamburger SV mit einem 3:2-Sieg bestand, standen sie dem stark präferierten FC Schalke 04 gegenüber, und erreichten nach einer Verlängerung ein Unentschieden von 3:3. In der darauffolgenden Woche, am 23. Mai, wurde das Spiel wiederholt, und auch hier kam es zu einer Verlängerung. Das Spiel endete mit einem spektakulären 4:3 für Hannover 96.
Die damalige Elf bestand aus: Ernst Deike, Johannes Jakobs, Peter Lay, Edmund Malecki, Ludwig Männer, Erich Meng, Richard Meng, Willi Petzold, Ludwig Pöhler, Ludwig Pritzer und Helmut Sievert.
Im Jahre 1945, nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs, veranlassten die Besatzungsmächte, unter anderem, die Auflösung jedes Vereins in Deutschland, und somit auch die Auflösung von Hannover 96.
Im folgenden Jahr wurde der Verein neugegründet.
Das deutsche Meisterschaftsturnier in der Saison 1953/1954 bot eine ebenso große Sensation wie im Jahre 1937/1938.
Hier trat der Verein gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Auch hier schienen die Chancen für Hannover 96 gering. Dennoch bestand Hannover 96 im ersten Endspiel mit einem 1:1-Unentschieden und holten im zweiten Endspiel einen unbestreitbaren 5:1-Sieg. Somit war Hannover 96 erneut „Deutscher Fußballmeister“.
Die Aufstellung der Mannschaft beim Meisterschaftsturnier 1953/1954:
Heinz Bothe, Helmut Geruschke, Willi Hundertmark, Hannes Kirk, Hans Krämer, Helmut Kruhl, Werner Müller, Rolf Paetz, Hannes Tkotz, Heinz Wewetzer, Clemens Zielinski und Rolf Gehrke (vertrat im zweiten Endspiel Willi Hundertmark, da dieser verletzt war)
Im Jahre 1959 wird der Heimatplatz, die langbewährte Radrennbahn abgerissen und der Verein zieht in das Eilenriedestadion um. Ihre Heimspiele werden allerdings im Niedersachsenstadion ausgetragen.
Als 1963 die Einführung der Fußball-Bundesliga erfolgte, schafften sie es nicht sich für diese zu qualifizieren. Dies war eine schwere Niederlage für die Mannschaft. An dessen Stelle nahm man Eintracht Braunschweig als Vertreter für Niedersachsen auf. Jedoch gelang ihnen ein Jahr später die Qualifikation für die 1. Bundesliga, in der sie sich bis 1973/1974 behaupten konnten.
1965/1966 reist Hannover 96 in die USA um dort Freundschaftsspiele auszutragen. Unter anderem spielten sie gegen die All Stars, Detroit Kickers und den britischen Club Nottingham Forrest.
1974 war der erste Abstieg der Mannschaft von der ersten in die zweite Bundesliga.
Die Jahre 1979 bis 1991 kann man als unerfüllte Jahre festhalten, dennoch verliehen Anfang bis Mitte der 1980er Jahre Jürgen Rynio, Bernd Dierßen und insbesondere Dieter Schatzschneider dieser Zeit einige Höhepunkte.
1992 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Hannover 96. Am 23. Mai gewann das Team, unter Michael Lorkowski, den DFB-Pokal Ausgetragen wurde das Endspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Nachdem auch in der Verlängerung nicht ein einziges Tor gefallen war, kam es zum Elfmeterschießen. Der Sieg ging mit einem 4:3 an Hannover 96.

Die Teamaufstellung: Milos Djelmas, Oliver Freund, Bernd Heemsoth, Jörg-Uwe Klütz, Jörg Kretzschmar, Michael Schjönberg-Christensen, Jörg Sievers, Axel Sundermann, Karsten Surmann, Roman Wojcicki, Michael Koch, Mathias Kuhlmey
Ausgerechnet 1996, im Jahr des einhundert-jährigen Bestehens von Hannover 96, spielte die Mannschaft derart schwach, dass sie sogar von der 2. Bundesliga in die Regionalliga absteigen mussten. Das Team holte 1997 sich den NFV-Pokal. Nach dem Pokalsieg ging es für 96 erneut bergab. In einem außergewöhnlichen Aufstiegsspiel gegen den Energie Cottbus, fiel im späteren Spielverlauf das Flutlicht aus. Sie verloren das Spiel und hinterher sogar noch im Halbfinale der Deutschen Amateurmeisterschaft gegen den Süd-Dritten SSV Reutlingen.
1997/1998 herrschten Unruhen im Verein, ausgelöst durch den Vereinspräsidenten Utz Claassen, dessen Vereinspolitik nicht im Interesse des Vereins zu sein schien und somit auf viel Kritik und Widerstand bei Mitgliedern und Fans stieß. Claassen sollte auf einer Mitgliederversammlung abgewählt werden, auf der er selbst seinen Rücktritt aussprach. Daraufhin wurde Martin Kind als neuer Vereinspräsident gewählt. Von nun an ging es wieder bergauf und Hannover 96 belegt wieder den Ersten Platz in der Regionalligameisterschaft, holt nochmalig den NFV-Pokal und wird diesmal wieder in die 2. Bundesliga aufgenommen.
In der Saison 2001/2002 ziehen die Roten, erstmals nach Jahrzehnten, und unter dem Trainer Ralf Rangnick, wieder in die 1. Bundesliga ein. Rangnick wurde 2004 entlassen.
Der Vereinspräsident Martin Kind trat 2005 aus seinem Amt aus und nahm es 2006 wieder auf, nachdem es Reibereien zwischen dem neuformierten Kader und den Geldgebern gab.
Dieter Hecking wird am 10. September 2006 neuer Trainer der Elf, welcher dann nach 1078 Tagen am 19. August 2009 von seinem Amt als Trainer zurück trat.
2007/2008 fand ein Freundschaftsspiel gegen die spanische Nummer 1, Real Madrid, statt. Hannover 96 siegte mit einem bemerkenswerten 3:0-Sieg.
