Hannover verliert beim Meister | Wolfsburg – 96 4:2

27. September 2009 | Von admin | Kategorie: Spielbericht

h96-wolfsburgUngewohnte Unstimmigkeiten in der Defensive und individuelle Patzer ermöglichen den Wölfen letztendlich den Dreier. Für den Gastgeber trafen Zvjezdan Misimovic (8.), Christian Gentner (45.), Makoto Hasebe (48.) und Edin Dzeko (62.), 96 kam durch Hanno Balitsch zum zwischenzeitlichen Ausgleich (28.). Zudem unterlief dem Wolfsburger Madlung ein Eigentor (50.).

Krzynówek in Bruggink-Rolle
Beim Niedersachsenderby trafen beide Ersatztorhüter aufeinander. Als Gegenüber von Enke-Vertreter Fromlowitz agierte Lenz, der den gesperrten Benaglio vertrat. Doch auch 96-Coach Andi Bergmann war gezwungen, nach dem Remis gegen den BVB umzustellen. Da Bruggink mit muskulären Problemen passen musste, übernahm der ehemalige Wolfsburger Krzynówek die ungewohnte Zehnerposition.

96 kommt zurück, dann trifft Gentner
Der Gastgeber startete wie die Feuerwehr: Bereits nach vier Minuten traf Grafite nach Dzeko-Anspiel die Latte, wenig später bekam der Brasilianer an der Strafraumgrenze in einem Duell mit Cherundolo einen Freistoß zugesprochen. Diesen verwandelte der Dritte im VfL-Offensivbunde, Zvjezdan Misimovic, in seiner unnachahmlichen Art. Fromlowitz im 96-Kasten hatte überhaupt keine Abwehrchance gegen den Schlenzer in den rechten Knick (8.). Die Bergmann-Elf hatte dem in dieser Phase übermächtigen Gegner nichts entgegenzustellen und Glück, dass erneut Grafite nach Dzeko-Zuspiel frei vor dem Tor über den Ball schlug (11.). Nach einer Viertelstunde fingen die Roten sich und kamen ihrerseits plötzlich zu Chancen. So musste Lenz gegen Djakpas Flatterball all sein Können aufbieten (18.), wenige Augenblicke später verfehlte Ya Konans Schuss das Wölfe-Gehäuse knapp (19.). Logische Konsequenz der 96-Trotzreaktion: der nun nicht unverdiente Ausgleich durch Hanno Balitsch. Der 96-Mittelfeldmotor verwandelte eine schöne Krzynówek-Rechtsecke per Kopf zum 1:1 (18.)! Nun bekam die Bergmann-Elf sogar Oberwasser, Ya Konans wunderschöne Aktion, in der er das Spielgerät nach toller Annahme volley nur knapp am Wölfe-Gehäuse vorbei knallte (30.) hätte einen Treffer verdient gehabt. Dazu scheiterte Krzynówek per Drehschuss an Lenz (33.). Gerade jetzt, als die Roten der Führung näher waren als die Veh-Elf, schlug diese zurück, begünstigt durch einen „Doppelfehler“. Der folgenschwere Ballverlust Sofians brachte Dzeko in Position, der von links nach innen flankte. Der Abwehrversuch von Schulz misslang, das Leder landete genau vor den Füßen Christian Gentners, der sich mit dem 2:1 bedankte, praktisch mit dem Pausenpfiff.

Kurze Hoffnung nach Madlung-Faux Pas
Nach dem Treffer zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt erwischte es die Roten kurz nach Wiederanpfiff bereits wieder. Die 96-Defensive ließ Dzeko im linken Halbfeld viel zu viel Raum, dessen Flanke fand den ebenfalls alleingelassenen Makoto Hasebe, der das Leder per Hinterkopf ins rechte Toreck verlängerte (48.). Doch erneut konnten sich die Gäste zurückmelden, wenn auch in Person des Wolfsburgers Alexander Madlung. Der VfL-Verteidiger bugsierte eine flache Hereingabe in die eigenen Maschen (50.) – 2:3! Fast hätte Madlung seinen Faux Pas postwendend wieder gut gemacht, doch Fromlowitz reagierte bei dessen Kopfball blendend (52.). In der Folge gelang es den Gastgebern, den knappen Vorsprung souverän zu verwalten, um in der 62. Minute die Vorentscheidung zu markieren. Edin Dzeko setzte sich im direkten Duell mit Haggui klar durch und lupfte das Leder über den erneut chancenlosen Fromlowitz zum 4:2. Mit der Herausnahme Grafites für den Defensiven Pekarik gab Veh das deutliche Zeichen zum VfL-Rückzug. Aus gesicherter Defensive ließen die Gastgeber lediglich noch zwei gefährliche Szenen zu: So scheiterte Stajner mit scharfem Schuss an toller Reaktion von Lenz (68.), dann servierte der Tscheche für Sofian, doch der Tunesier traf aus spitzem Winkel nur den rechten Außenpfosten (71.). Ohne größere Probleme schaukelte der amtierende Meister somit den Zweitorevorsprung über die Zeit.

Ungünstige Zeitpunkte der Gegentreffer
Individuelle Fehler begünstigten heute den Erfolg des Favoriten gegen jedoch eindrucksvoll dagegenhaltende 96er. Die beiden Treffer kurz vor und kurz nach der Pause brachten die Wölfe auf die Siegerstraße, am Ende war deren Sieg verdient. Seinen ersten Saison- und zweiten Bundesligaeinsatz feierte Youngster Leon Balogun, der den angeschlagenen Christian Schulz ersetzte.

Quelle: www.hannover96.de

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