Hannover holt in Mainz einen Punkt
15. Februar 2012 | Von hans | Kategorie: SpielberichtMainz – Bittere Gefühle überkamen Trainer Thomas Tuchel nach dem 1:1 (1:0) des FSV Mainz 05 gegen Hannover 96.
«Zwei Punkte kurz vor Schluss zu verlieren, tut weh. Aber insgesamt ist es ein gerechtes Ergebnis. Also Haken dran und Konzentration aufs nächste Spiel in Hoffenheim», sagte der 38-Jährige. «So spät noch den Ausgleich zu machen, ist immer ein Stück weit glücklich. Wir haben eine sehr gute Auswärtspartie gespielt und deshalb ist der Punkt verdient», meinte 96-Trainer Mirko Slomka.
«Aber so früh im Spiel darf das nicht passieren», so Slomka. Dafür gefielen dem Trainer der Roten das leidenschaftliche und kämpferisch geprägte Spiel seiner Mannschaft. «Es war ein gutes und intensives Bundesligaspiel», lobte Slomka, der aber mit dem Ausnutzen der Torchancennocht nicht zufrieden gewesen war. «Schon in der ersten Halbzeit hatten wir beste Möglichkeiten. Aber die Abstimmung zwischen Abdellaoue und unserem Neuzugang Diouf kann noch nicht so klappen nach ein paar Tagen», merkte Slomka an.
Zidans Treffer nach seiner Rückkehr brachte die Mainzer nach sieben Minuten in Führung «Seine Qualitäten haben unsere Gefährlichkeit weiter verstärkt», lobte Tuchel. «Ich hätte lieber die drei Punkte gehabt», entgegnete der torgefährliche Ägypter. «Wir müssen weiter Gas geben und nicht aufgeben», erklärte Zidan.
«Mainz spielt Pressing auf dem ganzen Platz. Sich da zu befreien, gelingt nur wenigen Mannschaften», sagte Jan Schlaudraff. Seinem Team bescheinigte er eine gute Leistung. Der Mainzer Abwehrspieler Niko Bungert hätte für Schlaudraff vom Platz gestellt gehört. Der mit Gelb vorbelastete Mainzer hatte nach 60 Minuten Lars Stindl grob von den Beinen geholt, Schiedsrichter Felix Zwayer beließ es bei einer ernsthaften Ermahnung. «Er sollte sich beim Schiedsrichter bedanken», meinte Schlaudraff.
Nach dem Mainzer 1:0 hatte Hannovers Diouf die Chance, den Rückstand fast postwendend zu egalisieren. Doch eine Hereingabe von Konstantin Rausch drosch er aus fünf Metern über die Latte (10.). Rausch zwang Christian Wetklo zu einer Parade (20.), auch Abdellaoue (24., 40.) sowie Schlaudraff (36.) konnten ihre Möglichkeiten in der starken ersten Halbzeit nicht nutzen.
Trotz der frostigen Temperaturen blieb die Partie heiß umkämpft- Leidenschaft auf beiden Seiten, keine Mannschaft steckte zurück. Die Mainzer mussten die Abwehr umstellen, weil sich Zdenek Pospech am rechten Knie verletzte. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Hannovers Coach hatte das richtige Händchen bei den Einwechslungen. Artur Sobiech war gerade vier Minuten auf dem Platz, als er goldrichtig im Mainzer Strafraum stand und den 1:1 Ausgleich zauberte. «Eigentlich hatte wir die Sache doch im Griff. In dieser Phase haben wir kaum noch was zugelassen und Hannover meist gut vom Tor ferngehalten», ärgerte sich der Mainzer Trainer Tuchel.
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