96 verliert 2-1 in Frankfurt
19. Oktober 2009 | Von admin | Kategorie: SpielberichtDer Tscheche hatte damit die Gastgeberführung Eintracht Frankfurts durch “96-Schreck” Nikos Liberopoulos (23.) egalisiert. Schon sechs Minuten nach Stajners Treffer entschied Alexander Meier das Spiel für die Hessen – nach Vorarbeit von Liberopoulos.
Amanatidis geschont
Große Personalsorgen auf beiden Seiten! Neben einigen verletzungsbedingten Ausfällen fehlten Frankfurts Coach Michael Skibbe auch die gesperrten Russ, Teber und Schwegler. Goalgetter Amanatidis wurde zunächst geschont (Kniereizung). So kamen Bajramovic, Fenin und Liberopoulos zu ihrer Startchance. Zudem erhielt Caio den Vorzug vor Köhler. Hannover startete dagegen mit derselben Elf wie beim 5:2-Heimerfolg gegen Freiburg.
Standard bringt Gastgeberführung
Die erste beachtenswerte Szene einer gemächlichen Anfangsphase war ein eigentlich harmloser Freistoß Brugginks, den Nikolov erst im Nachfassen zu Packen bekam – es sollte die einzige Schwäche des in der Folge starken Eintracht-Keepers bleiben (9.). Danach begann der Gastgeber die Partie zu kontrollieren und kamen durch einen artistischen Seitfallzieher Meiers nach Cherundolo-Unaufmerksamkeit und Caio-Zuspiel (13.) und einen von Fromlowitz parierten Aufsetzer Caios (15.) zu ersten Warnschüssen. In der 23. Minute folgte dann auch prompt die Führung der Hessen. Ausgangspunkt war ein nah vors Tor gezogene Eckball von links durch Steinhöfer. Nikos Liberopoulos, schon im letzten Jahr beim 4:0-Sieg gerne gegen 96 erfolgreich, kam umringt von 96ern aus kurzer Dístanz zum Kopfball und verwandelte. Auch 96-Schlussmann Fromlowitz agierte in dieser Szene zu zögerlich. Die Gäste aus Hannover hätten durchaus noch vor der Pause ausgleichen können, vergaben aber zweimal beste Gelegenheiten – der Gastgeberdank geht an Oka Nikolov. Zunächst parierte der Mazedonier großartig gegen Balitschs Kopfball (29.), kurz darauf drehte er Stajners Versuch nach guter Ya Konan – Flanke gerade noch um den rechten Pfosten (30.). Bis zur Pause verwalteten die Adler den knappen Vorsprung dann aber ohne große Mühe.
Stajners Ausgleich währt nur kurz
Auch wenn die Eintracht mehr vom Spiel hatte, die besseren Torgelegenheiten hatte die Bergmann-Elf. So in Minute 50, als Ya Konan im Anschluss an einen Chris-Fehler nach Stajner-Zuspiel mutterseelenallein vor Nikolov auftauchte. Doch der kleine Ivorer brachte das Leder nicht am SGE-Goalie vorbei. Ya Konan blieb quirliger Unruheherd, aber unglücklich im Abschluss. So auch in der 67. Minute, als er aus spitzem Winkel verzog und zudem noch den besser postierten Stajner übersah. Doch eine Minute später durften sich die Roten dann doch über den verdienten Ausgleich freuen: Rosenthal spielte das Spielgerät von links in den Strafraum, wo Ya Konan zunächst über den Ball schlug. Doch der hinter ihm postierte Jiri Stajner verwandelte zum Ausgleich in die Maschen – bereits das vierte Saisontor des Tschechen. Leider durften sich die Rotten nur wenige Minuten freuen – die Gastgeber schlugen schnell zurück: Liberopoulos kam nach Rechtsflanke frei im Strafraum zum Kopfball, den Fromlowitz zunächst klasse parieren konnte. Doch Alexander Meier reagierte am schnellsten und drückte das Leder aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie (74.). Wer nun an eine letzte Drangphase der Hannoveraner geglaubt hatte, wurde enttäuscht. Wie in Schockstarre ließ 96 den Gegner die Oberhand gewinnen, die Gastgeber sollten nun dem dritten Treffer näher sein, als die Bergmann-Truppe dem erneuten Ausgleich. Liberopoulos (81.) und sein inzwischen gekommener Landsmann Amanatidis (83.) vergaben. Auch wenn der 96-Coach nun alle personellen Optionen ausschöpfte – neben Krzynówek kam erstmals auch noch Youngster Henrik Ernst – abgesehen von einem verzogenen Versuch Krzynóweks in der Nachspielzeit wurden die Roten nicht mehr gefährlich.
Frankfurt schielt hoch – 96 runter
So entscheiden die Frankfurter diese richtungweisende Partie für sich und dürfen sich an der oberen Tabellenhälfte orientieren, während 96 nun vier Zähler hinter den Hessen liegt und damit unbedingt ein Erfolgserlebnis gegen Stuttgart braucht, um nicht in ernste Gefahr zu geraten.
Quelle: www.hannover96.de
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