Wölfe kommen zum Duell

26. Februar 2010 | Von admin | Kategorie: Gegner

Am Sonntag, den 28. Februar 2010, kommt es in der AWD-Arena zum Niedersachsenduell zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg. Für 96-Fans gibt es nur ein Derby in Niedersachsen: das Spiel gegen die Eintracht aus Braunschweig. Trotzdem: 96 will die Wölfe heulen lassen!

Rote Personalsituation entspannt sich
Grund zur Freude hatte 96-Coach Mirko Slomka in der Woche beim Blick auf den Trainingsplatz. Mit Abwehrchef Karim Haggui, Kapitän Arnold Bruggink und Mittelfeldmann Valdet Rama kehrten gleich drei Akteure zurück auf den grünen Rasen und werden am Sonntag wieder zur Verfügung stehen. Am Mittwoch jedoch brach bei Mittelfeldkämpfer Hanno Balitsch die alte Verletzung erneut auf er wird im Spiel gegen die Wölfe nicht zur Verfügung stehen.
Anders die Situation bei den Gästen: Wölfe-Trainer Lorenz-Günther Köstner kann nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich die Position zwischen den Pfosten bereitet dem Coach etwas Kopfzerbrechen. Definitiv ausfallen wird Stammtorhüter Diego Benaglio. Reservekeeper André Lenz steht nach überstandener Verletzung zwar wieder zur Verfügung, Köstner setzt aber wahrscheinlich auf die Jugend und wird den Schweizer Marwin Hitz aufstellen, der beim Sieg gegen den FC Schalke 04 (2:1) sein Bundesligadebüt feierte und auch bei beiden Vergleichengegen den FC Villarreal in der Europa League das Tor der Wölfe hütete.

Duell der Enttäuschten
Was haben Hannover 96 und der VfL Wolfsburg in dieser Saison gemein? Auf den ersten Blick nicht besonders viel, aber sowohl für die Kicker aus der Leinestadt als auch die Gäste aus der Autostadt läuft die Bundesligasaison bisher nicht wie erhofft. Während 96 im Tabellenkeller gegen den Abstieg kämpft, dümpelt der Nachbar im Niemandsland der Bundesligatabelle vor sich hin. Zu wenig, wenn man bedenkt, dass der VfL mit nahezu gleichem Kader in der letzten Saison noch die Deutsche Meisterschaft feiern konnte. Beide Klubs hinken ihren Saisonzielen um gut sechs bis sieben Plätze hinterher.

Tag der offenen Tore
Ausschlaggebend für den enttäuschenden Saisonverlauf beider Teams sind zweifelsohne unter anderem die Leistungen der jeweiligen Abwehrreihen. Bezeichnend: Im Spiel zwischen den Roten und den Wölfen treffen die beiden Mannschaften mit den meisten Gegentoren der Liga aufeinander. Beide kassierten in dieser Saison bereits 45 Gegentore. War die Defensive der Wolfsburger in der letzten Saison noch das Prunkstück und Garant für den Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft der Vereinsgeschichte, lädt die Wölfeabwehr in dieser Saison zum munteren Toreschießen ein. Zum Vergleich: In der gesamten Meistersaison kassierte der VfL 41 Gegentreffer. Bei 96 kennt man das Problem, in der Vorsaison stellten die Roten mit insgesamt 69 Gegentreffern die schlechteste Abwehr der Liga.

Wölfe im Aufwind
Genau vor dem Duell mit den Roten scheinen die Wölfe aber in die Erfolgsspur zurückgefunden zu haben. Während der VfL in der Bundesliga sein Saisonziel wohl nicht mehr erreichen wird, sorgt die Truppe um die Stars Misimovic, Dzeko und Grafite auf internationaler Bühne für Aufsehen. Dem Erfolg gegen die Königsblauen vom letzten Wochenende folgte am gestrigen Donnerstag-Abend ein beeindruckender 4:1-Erfolg in der Europa League gegen den FC Villarreal. Slomka findet es “unglücklich, dass die Wolfsburger gerade jetzt scheinbar zu alter Klasse zurückkehren.”

Auch der Bundesliga-Torschützenkönig der letzten Saison, Grafite, läuft wieder auf Hochtouren. Der Stürmer scheint seine Durststrecke überwunden zu haben und traf in den vergangenen drei Spielen. Besonders vor dem Wolfsburger Sturmduo warnt der 96-Trainer: “Die beiden kreieren aus dem Nichts große Torchancen. Das zeigt schon die individuelle Klasse dieser beiden Spieler.” Aber Slomka hat auch ein Rezept parat, wie er die beiden Ausnahmestürmer stoppen will: “Wenn wir die Chance haben die beiden zu doppeln, dann sollten wir dies auch tun!”

Mit Mut nach vorne spielen
Für das Team von Mirko Slomka wird es im Duell gegen den Nachbarn darum gehen, “besonders präsent in den Eins gegen Eins-Duellen zu sein, diese zu suchen und auch zu gewinnen!” Der Coach sieht auch Chancen für die Roten in der Offensive. Dabei ist es besonders wichtig, dass auch “unsere Außenverteidiger den Mut haben, nach vorne zu gehen.” Hoffnung setzt Slomka in das 96-Sturmduo: “Das Zusammenspiel von Schlaudraff und Koné läuft immer besser. Beide sind technisch stark und können für viel Gefahr sorgen”. “Die enorme Qualität und Konterstärke” des VfL gilt es, in den Griff zu bekommen. Die 96er dürfen nicht ins offene Messer laufen. Einen Wunsch äußerte der optimistische Slomka: “Mal wieder in Führung zu gehen. Die Mannschaft lechzt förmlich danach, gemeinsam einen Führungstreffer oder gar einen Sieg feiern zu können.”

Quelle: Hannover 96

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