Ya Konan sorgt für Traumstart

22. August 2010 | Von admin | Kategorie: Allgemein, Spielbericht

Hannover 96 -- Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1)

Hannover 96 startet traumhaft in die neue Bundesligasaison und siegt mit 2:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt.

Nachdem Konstantin Rauschs Führung (21.) prompt durch Benjamin Köhler ausgeglichen wurde (27.), sorgte Didier Ya Konan per Kopf für den knappen, aber verdienten ersten Dreier (75.). Ganz bitter: Neuzugang Carlitos zog sich bereits nach wenigen Sekunden ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss zu und muss operiert werden.

Debüt für Abdellaoue
Mit zwei personellen Änderungen gegenüber dem Pokalaus in Elversberg wartete 96-Trainer Mirko Slomka auf: Rausch rückte für Schlaudraff ins Team, Neueinkauf Abdellaoue verdrängte Hanke und stürmte im Zweispitzensystem neben Ya Konan. Frankfurts Coach Michael Skibbe ließ Gekas für Halil Altintop stürmen.

Dem Carlitos-Schock folgen zwei Treffer
Schlimmer hätte die Partie für den Gastgeber kaum beginnen können: Nach gerade einmal 30 Sekunden landete Neuzugang Carlitos so unglücklich nach einem Luftkampf, dass er sich einen Kreuzbandriss zuzog und nun monatelang pausieren wird müssen. Stoppelkamp ersetzte den unglücklichen Portugiesen. Mit dem Schock im Gepäck brauchten die Roten einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Die Hessen nutzten diese Phase für eigene gefährliche Offensivaktionen. So verpasste Amanatidis nach Tzavellas-Hereingabe per Kopf die mögliche Führung (9.). Zehn Minuten später war es zunächst Pogatetz, der nach Ochs-Flanke in höchster Not vor dem einschussbereiten Gekas klären konnte. Wenige Sekunden später verpasste Amanatidis` Flachschuss nur knapp das lange Eck (20.). So fiel die umjubelte 96-Führung zu diesem Zeitpunkt überraschend: Ya Konan sezte Konstantin Rausch klasse per Doppelpass ein. Der heute im linken Mittelfeld spielende Youngster zog nach innen und ließ SGE-Keeper Nikolov mit einem platzierten Rechtsschuss ins linke Eck keine Abwehrchance – im 54. Bundesligaeinsatz der erste Treffer für „Kocka“ (21.)!

Doch die Skibbe-Elf zeigte sich unbeeindruckt und nutzte seine nächste Gelegenheit zum prompten Ausgleich. Ochs setzte sich rechts durch und bediente Benjamin Köhler am kurzen Pfosten, dessen Direktabnahme über die Unterkante der Latte den Weg ins 96-Gehäuse fand (27.). Nach dem 1:1 beruhigte sich die Partie zunächst, bis Schulz in der 38. Minute fast die erneute 96-Führung markiert hätte. Der starke Schmiedebach setzte den Linksverteidiger glänzend in Szene, doch „Schulle“ scheiterte aus spitzem Winkel an Nikolov. Die Eintracht setze einen weiteren Versuch durch Amanatidis dagegen, dessen Direktabnahme jedoch nur den heute blauen hannoverschen Himmel fand (41.). So ging es mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabinen.

Ya Konan verzückt die Fans
Die Roten kamen gut aus der Halbzeit: Ya Konan setzte mit einem tollen Flügellauf über rechts ein erstes Ausrufezeichen, dem eine Flanke auf Rausch am langen Pfosten folgte. Doch diesem war der zweite Treffer vergönnt, der Winkel geriet zu spitz (47.). Glück hatten die Niedersachsen dann, als Gekas nach einer Kopfballstafette zu selbigem kam und aus kurzer Distanz Ya Konan an die Hand köpfte – Schiedsrichter Aytekin ließ aufgrund fehlender Absicht weiterspielen (54.).  Mit dem Weckruf Ya Konans, der ein grandioses Solo über links mit einem Knaller an die Unterkante der Latte des Eintracht-Tores abschloss (68.), begann die stärkste Phase der Slomka-Elf. Zunächst landete ein artistischer Seitfallzieher Abdellaoues in den Armen Nikolovs (71.), dann fand ein Kopfball von Pogatetz nur das linke Außennetz (72.). Drei Minuten später sollte der Sturmlauf der Roten dann aber belohnt werden: Ausgangspunkt der 2:1-Führung war der tolle Einsatz Pintos, der sich das Spielgerät an der rechten Eckfahne erkämpfte und mustergültig auf Didier Ya Konan flankte. Der Ivorer bedankte sich und nickte aus kurzer Distanz vor Nikolov ein (75.).

Abgesehen von einem Franz-Dropkick, den Fromlowitz über die Latte lenken konnte (82.) waren jetzt die Gastgeber am Drücker, verpassten es aber, die Entscheidung zu erzielen. So gerieten Stoppelkamps Versuche zu unplatziert (84., 88.), und auch Abdellaoue scheiterte nach schwerem Abwehrfehler aus kurzer Distanz am Frankfurter Keeper (89.). In der Nachspielzeit hatte Hannover 96 dann jenes oft herangeführte  Glück des Tüchtigen, als zunächst ein Kopfball von Russ an das rechte Aluminium klatschte, Caio per Kopf neben das Tor zielte und Amanatidis knapp verzog.

Bittere Pille trotz Optimalstart
So durfte Hannover 96 am Ende einen mehr als gelungenen Saisonstart feiern. Mit dem angesichts schwieriger Spielwochen eminent wichtigen Heimdreier im Gepäck ist der Druck der nächsten Partien etwas geringer. Eine ganz bittere Pille muss die Slomka-Elf aber trotzdem schlucken: Mit Carlitos wird ein Hoffnungsträger voraussichtlich monatelang ausfallen. Das gerissene Kreuzband des Portugiesen soll nun schnellstens operiert werden. Am kommenden Samstag gehen die Roten beim Vizemeister Schalke 04 als krasser Außenseiter in die Partie.
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Hannover 96: Fromlowitz – Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Schulz – Schmiedebach (85. Stindl), Pinto, Carlitos (3. Stoppelkamp), Rausch (74. Djakpa) – Ya Konan, Abdellaoue

Eintracht Frankfurt: Nikolov – Jung, Franz, Russ, Tzavellas (65. Korkmaz) – Schwegler (78. Caio), Meier, Ochs, Köhler – Gekas (60. Halil Altintop), Amanatidis

Tore: 1:0 Rausch (21., Ya KOnan), 1:1 Köhler (27., Ochs), 2:1 Ya Konan(75., Pinto)

Gelbe Karten: - / Tzavellas

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)

Zuschauer: 37.212

Quelle: hannover96.de

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